Verband alleinerziehender Mütter und Väter e.V.
Landesverband des Bundesverbandes alleinerziehender Mütter und Väter e.V.

§1 Name und Sitz

Der Verein trägt den Namen „Verband alleinerziehender Mütter und Väter e.V.“.
Er ist der Landesverband Berlin des Bundesverbandes alleinerziehender Mütter und Väter e.V., Sitz Berlin.
Der Verband hat seinen Sitz in Berlin. Er ist in das Vereinsregister des Amtsgerichts Charlottenburg eingetragen.

§2 Ziele und Aufgaben

  1. Der VAMV will darauf hinwirken und dazu beitragen, Art. 3 GG (Gleichheitsgrundsatz) für alleinerziehende Mütter, Väter und deren Kinder, sowie für alleinstehende werdende Mütter Verfassungswirklichkeit werden zu lassen.
    Es soll erreicht werden, daß die Lebenssituation von Einelternfamilien verbessert wird. Die Einelternfamilie soll als gleichberechtigte Lebensform neben der traditionellen Familie auf sozialer und gesetzlicher Ebene anerkannt werden.
    Der VAMV sieht es als seine Aufgabe an, hierfür Problembewußtsein zu schaffen, Informationen und Lösungsvorschläge in die öffentliche Diskussion zu tragen und die Verantwortlichen zum Handeln zu bewegen.
  2. Der VAMV arbeitet im Bereich der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe mit dem Schwerpunkt Scheidungs- /Trennungsberatung, Erziehungsberatung, Krisenberatung und Schwangerenberatung. Er leistet praktische und beratende Hilfe bei der speziellen Problematik alleinerziehender und in Trennung lebender Eltern im Rahmen von Einzelberatung, sozialpädagogischer Gruppenarbeit sowie Selbsthilfegruppen.
  3. Der VAMV bietet Beratung und Information über gesetzliche Ansprüche von alleinstehenden Schwangeren und Einelternfamilien.

§3 Gemeinnützigkeit

Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung. Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Mittel des Vereins dürfen nur für satzungsmäßige Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zwecke des Vereins fremd sind oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

§4 Geschäftsjahr

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§5 Mitgliedschaft

  1. Mitglied kann jede natürliche und juristische Person werden, die die Ziele des VAMV bejaht und fördert. Die Mitglieder sind aufgefordert, sich gegenseitig praktische Lebenshilfe zu geben, die Willensbildung des VAMV durch aktive Mitarbeit (Kritik, Anregungen, praktische Hilfe) zu fördern und den Verband mitzugestalten.
  2. Die Mitgliedschaft beginnt in dem Monat, in dem die schriftliche Beitrittserklärung bei der Geschäftsstelle oder dem Vorstand eingeht.
  3. Die Mitgliedschaft endet bei natürlichen Personen durch Tod, bei juristischen Personen durch Verlust der Rechtspersönlichkeit, durch schriftliche Austrittserklärung oder durch Ausschluß. Die Austrittserklärung gilt zum Ende des Kalendervierteljahres, wenn sie bis zum Monatsletzten des ersten Quartalsmonats bei der Geschäftsstelle oder dem Vorstand eingegangen ist.
  4. Der Ausschluß eines Mitglieds wegen gröblicher Verletzung der Interessen des VAMV erfolgt auf Beschluß des Vorstands mit sofortiger Wirkung. Dem vom Ausschluß bedrohten Mitglied soll vor der Beschlußfassung Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben werden. Das ausgeschlossene Mitglied kann binnen eines Monats nach Kenntnis über den Ausschluß schriftlich Widerspruch dagegen einlegen. Über den Widerspruch gegen den Ausschluß entscheidet die nächste Mitgliederversammlung.
  5. Personen, die sich um den Landesverband besonders verdient gemacht haben, kann die Mitgliederversammlung auf Vorschlag des Vorstandes zu beitragsfreien Ehrenmitgliedern ernennen.

§6 Beitrag

  1. Die Höhe des Mitgliedsbeitrags wird von der Mitgliederversammlung beschlossen. Der Vorstand kann in Härtefällen von der Zahlung des Mitgliedsbeitrags befreien.
  2. Die Beitragspflicht beginnt im Monat des Eintritts. Sie erlischt beim Austritt mit der Mitgliedschaft zum Quartalsende, bei Ausschluß mit diesem.

§7 Organe des Vereins

Die Organe des VAMV sind

  1. die Mitgliederversammlung,
  2. der Vorstand.

§8 Mitgliederversammlung

  1. Die Mitgliederversammlung tritt jährlich mindestens einmal zusammen; die Mitglieder werden hierzu zwei Wochen vorher vom Vorstand unter Mitteilung der Tagesordnung schriftlich eingeladen. Auf Verlangen von einem Drittel der Mitglieder ist eine Mitgliederversammlung einzuberufen.
    Die Mitgliederversammlung wählt den Vorstand für zwei Jahre und die RevisorInnen für ein Jahr. Die RevisorInnen dürfen nicht dem Vorstand angehören. Die KandidatInnen müssen Mitglied im VAMV sein. Die Wahl kann durch Stimmzettel oder, wenn kein Widerspruch erfolgt, durch offene Abstimmung erfolgen. Stimmberechtigt sind alle Einzelmitglieder und je ein Vertreter, der dem Verband angehörenden juristischen Personen.
  2. Die Mitgliederversammlung hat folgende Aufgaben zwingend wahr zu nehmen:
    a) Entgegennahme des Jahresberichts und der Jahresrechnung des Vorstands,
    b) Entgegennahme des Prüfungsberichts der gewählten RevisorInnen,
    c) Entlastung des Vorstands,
    d) Wahl des Vorstands,
    e) Zustimmung zur Bestellung eines/r Geschäftsführer/in,
    f) Wahl mindestens zweier RevisorInnen,
    g) Festsetzung der Mitgliedsbeiträge,
    h) Satzungsänderungen
  3. Im Rahmen der Mitgliederversammlung ist jedes Mitglied aufgefordert, die Willensbildung des VAMV durch Anregungen, Vorschläge, Anträge und Kritik zu fördern.
  4. Die Mitgliederversammlung ist beschlußfähig, wenn die Einladung satzungsgemäß erfolgt ist. Die Beschlüsse der Mitgliederversammlung erfolgen mit einfacher Mehrheit der Anwesenden. Bei Stimmengleichheit gilt der Antrag als abgelehnt. Satzungsänderungen bedürfen einer 2/3 Mehrheit der anwesenden Mitglieder. Enthaltungen und ungültige Stimmen bleiben bei allen Abstimmungen unberücksichtigt.
  5. Die Beschlüsse der Mitgliederversammlung sind sogleich schriftlich festzuhalten und von demjenigen, der die Versammlung leitet und zwei Vorstandsmitgliedern zu unterzeichnen.
  6. VersammlungsleiterIn und ProtokollantInnen werden zu Beginn jeder Mitgliederversammlung gewählt.

§9 Vorstand

  1. Der Vorstand besteht aus der/dem Vorsitzenden, der /dem Stellvertreter/in, der/dem Schatzmeister/in und mindestens einer/m Beisitzer/in. Der geschäftsführende Vorstand gemäß §26 BGB besteht aus dem/der Vorsitzenden, der/m Stellvertreter/in und der/m Schatzmeister/in. Der Verband wird gerichtlich und außergerichtlich durch zwei Mitglieder des geschäftsführenden Vorstands vertreten.
  2. Der Vorstand ist verantwortlich für die laufenden Geschäfte, er ist an die Beschlüsse der Mitgliederversammlung gebunden.
  3. Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung auf die Dauer von zwei Jahren mit einfacher Mehrheit gewählt. Die jeweils amtierenden Vorstandsmitglieder bleiben nach Ablauf ihrer Amtszeit solange im Amt, bis ihre Nachfolger gewählt sind.
  4. Mitglieder des Vorstandes können zurücktreten oder abgewählt werden. Der Rücktritt ist mit eingeschriebenem Brief dem Vorstand mitzuteilen, der unverzüglich eine Mitgliederversammlung einberuft, in der über die Entlastung des ausscheidenden Vorstandsmitglieds abgestimmt und möglichst ein anderes gewählt wird. Dasselbe gilt für den Fall der Abwahl.
  5. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn alle Vorstandsmitglieder vorschriftsmäßig eingeladen sind und mindestens 2/3 der Vorstandsmitglieder anwesend sind. Die vorschriftsmäßige Einladung der Mitglieder ist in der Geschäftsordnung festgelegt.

§10 Arbeitskreise, Arbeitsgemeinschaften und Fachausschüsse

  1. Der Vorstand kann zur Unterstützung der Arbeit ständige oder zeitweilige Fachausschüsse einsetzen oder auflösen. Näheres regelt die Geschäftsordnung.
  2. Die Fachausschüsse bestimmen jeweils eine/n Vertreter/in, die/der dem Vorstand mit beratender Stimme beigeordnet ist.
  3. Öffentliche Erklärungen bedürfen einer vorherigen Abstimmung mit dem Vorstand.

§11 Geschäftsführung

Der Vorstand kann mit Zustimmung der Mitgliederversammlung eine/n hauptamtliche/n Geschäftsführer/in bestellen, der/die die vom Vorstand übertragenen Aufgaben und die laufenden Angelegenheiten der Geschäftsstelle zu erledigen hat. Die Befugnisse des Vorstandes werden hierdurch nicht eingeschränkt. Näheres regelt die Geschäftsordnung.

§12 Auflösung

Die Auflösung des VAMV kann mit Zustimmung der Mitgliederversammlung beschlossen werden. Zu dieser Versammlung muß mindestens sechs Wochen vorher mit Tagesordnung eingeladen werden. Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall seines bisherigen Zwecks fällt das Vermögen des Vereins an den VAMV-Bundesverband (Sitz Berlin), der es ausschließlich und unmittelbar für gemeinnützige Zwecke im Sinne des §2 dieser Satzung zu verwenden hat. Sollte auch der VAMV Bundesverband zu diesem Zeitpunkt nicht mehr bestehen, fällt das Vermögen des Vereins an den DPW Landesverband Berlin e.V., der es ausschließlich und unmittelbar für gemeinnützige Zwecke zu verwenden hat.

§13

Diese Satzung ist in der Mitgliederversammlung vom 26.03.2000 beschlossen worden. Sie ersetzt die Satzung vom 07.11.1993.

Berlin, im März 2014

Der Vorstand