Alleinerziehende haben in der Regel ein knappes Budget, mit dem weite Reisen und ausgedehnte Urlaube kaum drin sind. Kommerzielle Reiseanbieter haben zwar meist Reduzierungen für Kinder im Programm – oft aber nur, wenn zwei Vollzahler, also zwei Erwachsene mitreisen. Alleinerziehende sind auf andere Angebote angewiesen. Aber auch hier gibt es mehr Auswahl, als man im ersten Moment denkt.

Günstige Unterkünfte

Diese Unterkünfte können mit weiteren Mitreisenden geteilt werden. Preisgünstige Angebote gibt es zum Beispiel bei den Wohlfahrtsverbänden, beim Alpen- und Naturfreundeverein und anderen gemeinnützigen Organisationen:

Jugendherbergen in Deutschland

Naturfreunde Berlin

Gemeinnützige Familienferienstätten

Gemeinnützige Familienferienstätten bieten Ferien für Familien an und sind nach ihrer räumlichen, personellen und organisatorischen Ausgestaltung systematisch auf die Arbeit für und mit Familien mit Kindern ausgerichtet.

Ein großes Angebot stellt zum Beispiel die Bundesarbeitsgemeinschaft Familienerholung u.a. auf www.urlaub-mit-der-familie.de zur Verfügung. Dort können auch Informationen über spezielle Zuschüsse für Familien mit niedrigem Einkommen eingeholt werden. Weitere Anbieter sind z.B.

Deutscher Familienverband Landesverband Berlin

Arbeitsgemeinschaft Kolping Familienferienstätten

Evangelische Familienerholung mit einer Liste aller evangelischen Familienferienstätten Deutschlands

Katholischer Arbeitskreis für Familienerholung mit einer Liste aller zusammengeschlossenen Familienferienstätten

Reiseangebote speziell für Alleinerziehende

ReNatur

Singlemama

Happy Travel Reiseagentur spez. für Singles mit Kindern

Corfelius.de – Urlaub für Alleinerziehende in Griechenland

Neben einem schönen Ambiente und liebevoll eingerichteten Zimmern gibt es in diesen beiden Häusern auch Beratungsangebote für alleinerziehende Mütter und Väter:

Wertacher Mühle im Allgäu, Tel.: 08365 1628

Organistenhaus an der Nordsee,  Tel.: 04741 18 11 97

Kuren und Rehabilitation

Mutter/Vater-Kind-Kuren sind Pflichtleistungen der gesetzlichen Krankenversicherung, egal ob es sich um eine Vorsorge-Kur oder eine Rehabilitations-Kur handelt (siehe unten). Bundesweit gibt es neben den 85 Einrichtungen des Müttergenesungswerks eine Vielzahl von Kliniken, die die unterschiedlichsten Konzepte und Behandlungsmethoden entwickelt haben – die meisten haben einen ganzheitlichen Therapieansatz aufgrund der sich durchsetzenden Erkenntnis, dass viele Krankheitssymptome psychosomatisch sind und auf eine Überforderung im Alltag zurückzuführen sind. Neben der ärztlichen Betreuung und der physikalischen Anwendungen (Massagen, Bäder, Yoga, Gymnastik) bieten die Kliniken Einzel- und Gruppentherapiegespräche an. Es gibt auch Spezialangebote für Alleinerziehende, in denen ihre spezifischen Probleme im Mittelpunkt stehen.

Alleinerziehende Mütter und Väter können alleine zur Kur fahren, dann muss das Kind für drei Wochen gut untergebracht sein. Sie haben für die Zeit der Kur einen Anspruch auf eine Familienpflegerin, die das Kind zu Hause versorgt. In der Regel begleiten jedoch die Kinder ihre Mutter oder ihren Vater in die Kur. Die Kosten für Kinder bis zu 12 Jahren tragen die Krankenkassen, ob sie mit in die Klinik kommen oder nicht. Mehr Infos dazu lesen Sie bitte hier.

Bevor Sie sich entscheiden, ob Sie in eine Vorsorge- oder eine Reha-Kur wollen, lassen Sie sich in einer Beratungsstelle wie z.B. vom Müttergenesungswerk, (Kurtelefon 030 33 00 29 29) darüber aufklären, welche Möglichkeiten es gibt, welche Kliniken für Sie in Frage kommen und was Sie sonst noch alles beachten müssen, um einen optimalen Kurerfolg zu erreichen.

Vorsorge-Kur

Alleinerziehende Mütter und Väter haben oft einen besonders anstrengenden Alltag und sind häufig vielfältigen Belastungen ausgesetzt. Auch die Kinder sind zunehmend Gefährdungen wie z.B. Allergien, Essstörungen und Angstzuständen ausgesetzt. Um Erkrankungen zu vermeiden, die aus diesen Belastungssituationen resultieren können, ist eine Vorsorge-Kur sinnvoll. Die Mutter-Kind-Kur (auch Vater-Kind-Kur) dauert in der Regel drei Wochen (21 Tage) und wird von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Arbeitnehmer/innen müssen dafür keinen Jahresurlaub nehmen.

Beantragen können Sie die Kur entweder bei den Krankenkassen, direkt bei einem Kurhaus oder über Beratungsstellen der Wohlfahrtsverbände.

Ob Sie Anspruch auf eine Kur haben, stellt Ihr Arzt oder Ihre Ärztin fest. Anschließend prüft der Medizinische Dienst den Antrag. Wird er bewilligt, weist Ihnen die Krankenkasse ein Mutter/Vater-Kind-Kurhaus zu. Wenn Sie selbst schon ein bestimmtes Haus ausgesucht haben, dann holen Sie sich die Zustimmung Ihrer Krankenkasse. Am bekanntesten sind die Kurheime des Müttergenesungswerks, in dessen Trägerschaft gibt es 85 anerkannte Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen. Auf www.muettergenesungswerk.de erfahren Sie mehr. Es gibt zum Beispiel Kurhäuser, die auf die Behandlung von konkreten Beschwerden spezialisiert sind, manche haben auch Konzepte und Anwendungen speziell für Alleinerziehende.

Rehabilitiations-Kur

Von der Vorsorge-Kur unterscheidet sich die Rehabilitations-Kur. Manche Krankheiten können nur in Reha-Kliniken behandelt werden. Sie sollten sich mit Ihrem Arzt besprechen, was für Sie in Frage kommt. Häufig werden Reha-Maßnahmen bei internistischen, orthopädischen oder auch psychosomatischen Krankheitsbildern angewandt. Zu den in einer Rehabilitation zu behandelnden psychosomatischen Erkrankungen gehören Angststörungen, Depressionen, Erkrankungen mit psychovegetativ bedingten Funktionsstörungen innerer Organe, Essstörungen (Übergewicht, Magersucht) oder Suchtmittelmissbrauch und Abhängigkeit. Psychosomatische Erkrankungen haben stark zugenommen. Alleinerziehende Eltern sind vor allem durch die Trennungssituation, die Mehrbelastung von Erziehung, Haushalt und Erwerbstätigkeit oder wirtschaftlichen Schwierigkeiten häufig betroffen.

Da alleinerziehende Mütter und Väter in den meisten Fällen ihre Kinder mit zur Kur nehmen, sollte auf jeden Fall eine Klinik gewählt werden, die sich auf eine gleichzeitige Aufnahme und Behandlung von Eltern und ihren Kindern spezialisiert hat. Hier gibt es vielleicht sogar die Möglichkeit durch zusätzliche familientherapeutische Angebote die familiäre Situation dauerhaft zu verbessern.

Informationen zu Rehabilitationsmaßnahmen für Alleinerziehende und zu psychosomatischen Erkrankungen können Sie in der Rehaklinik Reinhardsquelle (Tel.: 05621 80 83 93) erhalten. Die Klinik Reinhardsquelle bietet seit vielen Jahren Rehabilitationsmaßnahmen bei gleichzeitiger Aufnahme von Begleitkindern an.

Kur und Reha GmbH

Informationsseite des DRK Berlin

Müttergenesungswerk

Mutter-Kind-Hilfswerk