Angebote und Infos

Schwangereninfoabende, Geburtsvorbereitungskurse und Gesprächsgruppen für Schwangere

  • Hier treffen sich Frauen in vergleichbaren Situationen.
  • Wir haben spezialisierte Informationen.
  • Es können Erfahrungen ausgetauscht werden.
  • Es muss sich niemand rechtfertigen.
  • Sie können Kontakte mit anderen Schwangeren knüpfen, die über unsere Angebote hinausgehen, und Netzwerke aufbauen.
  • Wir nehmen Anteil.
  • Wir versuchen zu entlasten.
  • Unsere Gruppen werden von einer erfahrenen sozialpädagogischen Mitarbeiterin angeleitet.
  • Teilnehmerinnen unserer Gruppen sind ausschließlich Alleinerziehende.

Schwangereninfoabend
Geburtsvorbereitungskurse für Single-Schwangere
Gesprächsgruppe für Mütter mit Säuglingen (und Schwangere)

Mutterschaftsgeld/Mutterschutz

Dabei handelt es sich um eine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen, die gewährt wird, wenn die Frau bei Beginn der Schutzfrist als Mitglied mit Anspruch auf Krankengeld versichert ist. Lag ihr tatsächliches Gehalt höher als das Krankengeld, so ist ihr Arbeitgeber oder ihre Arbeitgeberin verpflichtet, die Differenz bis zur Höhe des durchschnittlichen Nettolohns als Zuschuss zu zahlen.
Der Mutterschutz gilt sechs Wochen vor und acht Wochen nach der Geburt ihres Kindes. Während der Schwangerschaft und bis zum Ablauf von vier Monaten nach der Geburt besteht Kündigungsschutz.

 

Antrag:
zuständige Krankenkasse
www.mutterschaftsgeld.de
www.bmfsfj.de/BMFSFJ/gesetze

Stiftung Hilfe für die Familie

Die Stiftung hat den Zweck, Familien und Schwangeren in Notlagen finanzielle Leistungen zu gewähren, soweit eine Hilfe auf andere Weise nicht oder nicht rechtzeitig möglich ist oder nicht ausreicht. Folgende Leistungen können z.B. gewährt werden: Umstandskleidung, Erstausstattung, Weiterführung des Haushalts, Renovierung etc. Auf Stiftungsgelder besteht kein Rechtsanspruch.

 

Antrag:
Freie Wohlfahrtsverbände wie Caritas,
Diakonisches Werk, DRK, Sozialmedizinischer Dienst,
Studentenwerk etc.

Elterngeld/Elternzeit/Elterngeld-Plus

Ein Elternteil kann maximal bis zum 12. Lebensmonat des Kindes Elterngeld beziehen. Wird das Elterngeld zum Ausgleich für wegfallendes Erwerbseinkommen bezogen, können Alleinerziehende auch die zusätzlichen zwei Partnermonate nutzen und somit bis zum 14. Lebensmonat des Kindes Elterngeld erhalten. Bedingung ist jedoch, dass die Voraussetzungen für den Entlastungsbetrag (Steuerklasse II) für Einelternfamilien erfüllt sind.

 

Die Höhe des Elterngeldes richtet sich nach dem zuletzt erzielten Nettoeinkommen. Ab einem Einkommen von 1.240 EUR gibt es 65% Elterngeld, zwischen 1.000 EUR und 1.240 EUR 65% bis 67%, bei niedrigem Einkommen von unter 1.000 EUR steigt die Ersatzrate schrittweise bis zu 100%. Die Höchstgrenze liegt bei 1.800 EUR. Das Mindestelterngeld von 300 EUR bleibt allen Eltern erhalten, die nach der Geburt ihr Kind selbst betreuen und höchstens 30 Stunden in der Woche arbeiten.

 

Die Elternzeit beginnt bei Berufstätigen nach dem Mutterschutz, ansonsten direkt nach der Geburt und kann bis zum Ende des dritten Lebensjahres des Kindes beansprucht werden. Mit Zustimmung des Arbeitgebers kann das dritte Jahr zwischen dem dritten und achten Geburtstag des Kindes genommen werden. In dieser Zeit besteht Kündigungsschutz und weiterhin Pflichtmitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenkasse ohne Beiträge zahlen zu müssen. Die Elternzeit muss spätestens sieben Wochen vor Beginn angemeldet werden.

 

Einelternfamilien haben auch die Möglichkeit zwischen Elterngeld und Elterngeld-Plus zu wählen. Dabei werden aus einem Elterngeldmonat zwei Elterngeld-Plus Monate. Sinnvoll ist dies für Mütter und Väter, welche sehr bald nach der Geburt ihres Kindes Teilzeit arbeiten wollen. Der Partnerschaftsbonus steht ebenfalls Alleinerziehenden zu, die so bis zum 28. Lebensmonat des Kindes Elterngeld-Plus beziehen können. Voraussetzung ist, dass sie in mindestens vier aufeinanderfolgenden Monaten zwischen 25 und 30 Wochenstunden arbeiten. Wie bisher ist es möglich 36 Monate unbezahlte Auszeit vom Job zu nehmen. Davon können jetzt 24 statt wie bisher 12 Monate zwischen dem dritten und achten Geburtstag des Kindes eingesetzt werden. Das Elterngeld-Plus beträgt maximal die Hälfte des Elterngeldes.

 

Alle Elterngeldberechtigten, die Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder Kinderzuschlag beziehen und die vor der Geburt ihres Kindes erwerbstätig waren, erhalten einen Elterngeldfreibetrag. Der Elterngeldfreibetrag entspricht dem Einkommen vor der Geburt, das für das Elterngeld maßgeblich ist, er beträgt jedoch höchstens 300 EUR im Basiselterngeld-Bezug bzw. 150 EUR im Elterngeld-Plus-
Bezug. Bis zu dieser Höhe bleibt das Elterngeld bei den genannten Leistungen anrechnungsfrei und steht also zusätzlich zu diesen Leistungen zur Verfügung.

 

Antrag:
Bezirksamt Elterngeldstelle

Kindergeld/Kinderzuschlag

Das staatliche Kindergeld beträgt für das erste und zweite Kind jeweils 192 EUR pro Monat und wird bis längstens zur Vollendung des 25. Lebensjahres, ab dem 18. Lebensjahr abhängig von eigenen Einkünften und Ausbildungsstand, gezahlt.

Um Hilfebedürftigkeit zu vermeiden, können Eltern, deren eigenes Einkommen nicht auch noch für den
Unterhalt der Kinder ausreicht, Kinderzuschlag bis zu einer Höhe von 170 EUR pro Monat beantragen. Die Mindesteinkommensgrenze beträgt für Alleinerziehende 600 EUR. Ein gleichzeitiger Bezug von Arbeitslosengeld II/Sozialgeld beziehungsweise Leistungen der Sozialhilfe und Kinderzuschlag ist nicht möglich.

 

Antrag:
Familienkasse der zuständigen Agentur für Arbeit

Kindes- und Betreuungsunterhalt

Jedes minderjährige Kind hat einen Unterhaltsanspruch, unabhängig davon, ob seine Eltern miteinander verheiratet sind oder nicht. Der Elternteil, mit dem das Kind nicht zusammenwohnt, ist, abhängig von seinem Einkommen, barunterhaltspflichtig. Die Grundlage für die Unterhaltsberechnung ist die Düsseldorfer Tabelle. Die Beistandschaft im Jugendamt unterstützt bei der Berechnung des Kindesunterhalts.
Nicht verheiratete Mütter/Väter haben bis zu drei Jahre nach der Geburt ihres Kindes Anspruch auf Betreuungsunterhalt gegenüber dem anderen Elternteil, soweit ihnen wegen der Pflege und Erziehung des Kindes eine Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann.

 

Ihr Kind hat bis zum 18. Lebensjahr Anspruch auf Unterhaltsvorschuss, wenn Ihr Kind keinen Unterhalt bekommt oder der Unterhalt unter dem Mindestunterhalt liegt.
Die Höhe des Vorschusses richtet sich nach dem gesetzlich vorgeschriebenen Mindestunterhalt. Nach Abzug des zu zahlenden Kindergeldes erhalten Kinder monatlich 154 Euro (0-5 Jahre), 205 EUR (6-11 Jahre) oder 273 EUR (12-18 Jahre).Ein Anspruch auf Unterhaltsvorschuss besteht nicht, wenn der betreuende Elternteil bereits verheiratet ist, neu heiratet oder der betreuende Elternteil mit dem zahlungspflichtigen Elternteil zusammen lebt und Kinder ab 12 Jahren, dürfen nicht auf SGB II-Leistungen angewiesen sein.Regelmäßig eingehende Unterhaltszahlungen werden vom Unterhaltsvorschuss abgezogen.

 

Antrag:
Jugendamt, Unterhaltsvorschusskasse

Arbeitslosengeld II

Alleinerziehende Mütter und Väter haben während der Elternzeit Anspruch auf Arbeitslosengeld II, soweit Hilfebedürftigkeit vorliegt. Kinder unter 15 Jahren, die im gemeinsamen Haushalt leben, erhalten Sozialgeld.
Die Regelleistung für Erwachsene und Kinder beträgt monatlich:

 

  • Alleinstehende Erwachsene:     416 EUR
  • Kinder von 0-6 Jahren:              240 EUR
  • Kinder von 6-14 Jahren:            296 EUR
  • Kinder von 14-18 Jahren:          316 EUR
  • Kinder von 18-25 Jahren:          332 EUR

Zusätzliche Leistungen:

  • Schwangere ab der 13. Schwangerschaftswoche: 17% vom Regelsatz (70,72 EUR)
  • Alleinerziehende Variante a) mit einem Kind unter 7 Jahren oder 2 oder 3 Kindern unter 16 Jahren: 36% vom Regelsatz (149,76 EUR)
  • Alleinerziehende Variante b) mit mehr als 3 Kindern oder wenn Variante a) nicht zutrifft: 12% je Kind (max. 60%) je Kind 49,92 EUR (max. 249,460 EUR)
Auf die Regelleistung werden Einkünfte aller Familienmitglieder angerechnet. Für Barvermögen gibt es einen Grundfreibetrag. Zusätzlich geschützt sind Altersvorsorgevermögen, die entsprechend vertraglicher Vereinbarung nicht vor Eintritt in den Ruhestand verwertet werden können.

 

Antrag:
JobCenter

Sorgerecht

Eine nicht verheiratete Mutter ist nach der Geburt ihres Kindes allein sorgeberechtigt. Mit Einverständnis der Mutter kann die elterliche Sorge auf beide Elternteile übertragen werden. Der Vater kann auch gegen den Willen der Mutter gerichtlich ein gemeinsames Sorgerecht durchsetzen. In
diesem Fall muss die Mutter kindeswohlrelevante Gründe vorbringen, die ihrer Meinung nach gegen eine gemeinsame Sorge sprechen. Auf Antrag beim Familiengericht können auch Teile der elterlichen Sorge, z.B. das Aufenthaltsbestimmungsrecht, auf einen Elternteil übertragen werden.
Grundsätzlich hat der Elternteil, der nicht mit dem Kind zusammen lebt, unabhängig von der Sorgerechtsform, ein Recht auf Umgang.